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Wie wir nachts zur Ruhe kommen – und warum dein Tag darüber entscheidet

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Guter Schlaf beginnt nicht am Abend, sondern mit deinem ersten wachen Moment
  • Schlafqualität (Tiefschlaf) ist entscheidender als die reine Schlafdauer
  • Dein Schlaftyp beeinflusst deinen optimalen Schlafrhythmus
  • Stress, Ernährung und Routinen bestimmen, wie gut du einschläfst
  • Kleine Veränderungen im Alltag verbessern deine Schlafqualität nachhaltig
  • Podcast „gesund & glücklich“ jetzt nachhören:

Was ist gesunder Schlaf?

Gesunder Schlaf ist kein Zustand, den du einfach „einschaltest“. Er ist das Ergebnis deines gesamten Tages. Zudem ist Schlaf eine der wichtigsten Säulen deiner Gesundheit – und gleichzeitig die, die wir am häufigsten unterschätzen. Wenn du dauerhaft schlecht schläfst, passiert Folgendes:

  • Deine Leistungsfähigkeit sinkt
  • Dein Immunsystem wird schwächer
  • Deine Emotionen geraten leichter aus dem Gleichgewicht
  • Dein Risiko für Erkrankungen steigt

Organisationen wie WHO oder DGE zeigen klar: Schlafmangel wirkt sich auf nahezu alle Systeme deines Körpers aus. Oder einfacher gesagt: Ohne Schlaf funktioniert nichts nachhaltig.

Wie funktioniert guter Schlaf?

Eine der zentralen Aussagen aus dem Podcast war: „Du entscheidest schon ab der ersten Minute, in der du wach bist, wie deine Nacht verlaufen wird.“

Das klingt im ersten Moment überraschend – ist aber absolut logisch, wenn man sich unseren Körper genauer ansieht.

1. Deine innere Uhr gibt den Takt vor

Dein Körper arbeitet nach einem biologischen Rhythmus – deiner inneren Uhr.

  • Morgens sorgt Licht dafür, dass du aktiv wirst
  • Abends steigt dein Schlafhormon Melatonin

Wenn du diesen Rhythmus störst (z. B. durch Bildschirmlicht, unregelmäßige Zeiten oder Stress), verschiebt sich dein Schlaf.

2. Dein Schlaftyp entscheidet über dein Timing

Im Gespräch mit Elisabeth wurde besonders deutlich: Wir sind nicht alle gleich „gebaut“.

Es gibt grob drei Typen:

  • Lerchen – früh aktiv, früh müde
  • Eulen – spät leistungsfähig
  • Tauben – flexibel dazwischen

Viele Probleme entstehen, weil wir versuchen, in ein System zu passen, das nicht zu unserem natürlichen Rhythmus passt.

3. Schlafqualität ist wichtiger als Schlafdauer

Die klassische Frage: Wie viele Stunden brauche ich? Die bessere Frage wäre: Wie erholsam ist dein Schlaf?

Entscheidend ist vor allem der Tiefschlaf:

  • Hier regeneriert dein Körper
  • Dein Gehirn verarbeitet Informationen
  • Dein Immunsystem wird gestärkt

Rund 1,5 Stunden Tiefschlaf pro Nacht gelten als ideal.

Bleiben wir langfristig unter einer Stunde, zahlt unser Körper den Preis: weniger Regeneration, ein geschwächtes Immunsystem und spürbar weniger Energie im Alltag.

Vor- und Nachteile moderner Schlaf­gewohnheiten

Vor und Nachteile moderner Schlafgewohnheiten

Merke dir

Unser Alltag ist oft nicht schlaffördernd – sondern schlafverhindernd.

So kommst du nachts besser zur Ruhe

1. Wenn dein Kopf nicht abschalten kann

Das Gedankenkarussell ist kein Zufall – sondern oft ein Zeichen von Stress und fehlendem Abschluss.

Was hilft:

  • To-Do-Liste für den nächsten Tag schreiben
  • Journaling oder Tagebuch
  • 3 Dinge notieren, für die du dankbar bist

Dein Gehirn bekommt dadurch Struktur – und darf loslassen.

Gedankenkarrusel

2. Wenn dein Körper noch „arbeitet“

Späte, schwere Mahlzeiten sind ein echter Schlafkiller. Warum? Deine Verdauung läuft auf Hochtouren, während dein Körper eigentlich runterfahren sollte.

Besser:

  • 2–3 Stunden vor dem Schlafen essen
  • leichte, gut verdauliche Mahlzeiten

3. Wenn du im Schichtdienst arbeitest

Hier wird es besonders herausfordernd. Schichtarbeit bringt deine innere Uhr massiv durcheinander – oft mit langfristigen Folgen:

  • chronische Müdigkeit
  • reduzierte Leistungsfähigkeit
  • höhere gesundheitliche Risiken

Deshalb braucht es hier nicht nur individuelle Strategien, sondern auch gesunde Rahmenbedingungen im Arbeitsumfeld.

Meine persönlichen Learnings

Ich habe im Podcast auch sehr offen geteilt: Ich kenne Schlafprobleme aus eigener Erfahrung. Dieses Gefühl von: „Ich bin müde – aber ich kann nicht schlafen.“

Was ich gelernt habe?

  • Schlaf ist kein Zufall.
  • Schlaf ist ein Spiegel deines Tages.

Die größten Veränderungen kamen für mich durch:

  • mehr Bewusstsein für meinen eigenen Rhythmus
  • weniger „gegen mich arbeiten“
  • Routinen, die wirklich zu meinem Alltag passen

Und vielleicht der wichtigste Perspektivenwechsel:

Schlaf ist Selbstfürsorge

Schlaf ist kein Luxus, sondern die Basis für alles.

Dein nächster Schritt zu besserem Schlaf

Wenn du dich in diesem Beitrag wiedererkennst, dann nimm dir einen Moment und frag dich:

Was kann ich heute tun, damit ich heute Nacht besser schlafe?

Du musst nicht alles verändern. Aber du kannst heute anfangen. Und wenn du tiefer eintauchen möchtest: Hör dir unbedingt den Podcast „gesund & glücklich“ an – dort gehen wir noch detaillierter auf das Thema ein.

Und wenn du deinen Schlaf wirklich nachhaltig verändern möchtest…

…dann reicht Wissen allein oft nicht aus.

Was es wirklich braucht, ist:

  • Klarheit über deinen eigenen Rhythmus
  • konkrete, alltagstaugliche Strategien
  • und Raum, um deine Gewohnheiten bewusst zu verändern

Genau dafür habe ich meinen Workshop entwickelt:  „Ausgeschlafen statt ausgelaugt“ Dort zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du deinen Schlaf nachhaltig verbesserst – praxisnah, verständlich und direkt umsetzbar. Vielleicht ist genau jetzt der richtige Zeitpunkt, deinem Schlaf die Aufmerksamkeit zu geben, die er verdient.

Alles Liebe und beste Gesundheit,
Deine Doris Pargfrieder 💛

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© Doris Pargfrieder, Fotografin: Agnes Mutschler
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Wer schreibt hier

Ich bin Doris, leidenschaftlicher Gesundheitscoach. In meinem Blog findest du wertvolle Tipps und fundiertes Wissen für mehr Wohlbefinden, mentale Stärke und gesunde Gewohnheiten.