Das Wichtigste auf einen Blick
- Die Zeitumstellung auf Sommerzeit bedeutet: Uhr von 2:00 auf 3:00 Uhr → 1 Stunde weniger Schlaf
- Dein Körper erlebt das wie einen Mini-Jetlag, weil die innere Uhr (zirkadianer Rhythmus) verschoben wird
- Besonders betroffen: Jugendliche, Schichtarbeitende und empfindliche Schlaftypen
- Typische Folgen: Müdigkeit, Konzentrationsprobleme, Schlafstörungen
- Vorbereitung ist möglich: Schlaf schrittweise anpassen, Licht gezielt nutzen, Routinen stabilisieren
- Die Umstellung bleibt bestehen, weil sich die EU nicht auf eine einheitliche Zeit einigen kann
- Gute Nachricht: Nach wenigen Tagen hat sich dein Körper meist angepasst
Was ist die Zeitumstellung auf Sommerzeit?
Alle Jahre wieder …. bei der Sommerzeit wird in der Nacht auf Sonntag, 29. März 2026, die Uhr von 2:00 auf 3:00 Uhr vorgestellt. Und zack – haben wir eine Stunde Schlaf verloren. Was bedeutet das konkret für dich?
- Morgens ist es länger dunkel
- Abends dafür länger hell
- Dein Alltag verschiebt sich – aber dein Körper nicht sofort
Und genau da liegt das Problem:
- Dein Körper lebt nicht nach der Uhr an der Wand, sondern nach deiner inneren Uhr.
- Die Sonne geht biologisch zur gleichen Zeit auf – nur wir stehen plötzlich eine Stunde früher auf.
Das Ergebnis?
Du fühlst dich montagmorgens wie nach einem Flug nach Dubai. Nur ohne Strand. (*doppelsnief*)
Wie funktioniert die Zeitumstellung im Körper?
Dein Körper ist ein echtes Präzisionssystem. Er arbeitet nach einem zirkadianen Rhythmus – einer inneren 24-Stunden-Uhr, die steuert:
- Schlaf & Wachheit
- Hormone (z. B. Melatonin & Cortisol)
- Körpertemperatur
- Stoffwechsel
- Blutdruck
Und jetzt kommt die Sommerzeit… und sagt:
„Mach das bitte alles eine Stunde früher.“
Klar, dass dein Körper davon nicht unbedingt begeistert ist.
Was passiert konkret?
- Du sollst früher einschlafen, obwohl dein Körper noch nicht müde ist
- Du musst früher aufstehen, obwohl dein System noch auf „Winterzeit“ läuft
- Deine Schlafqualität leidet – zumindest kurzfristig
Besonders spannend (und ehrlich gesagt auch etwas unfair): Jugendliche trifft es besonders hart
- Denn ihre innere Uhr ist biologisch nach hinten verschoben
- Sie sind ohnehin eher „Nachteulen“ und kommen in der Früh schwerer in die Gänge.
- Die Sommerzeit verstärkt diesen Effekt zusätzlich
Kleiner Trost: Die Zeitumstellung fällt in die Osterferien – Glück gehabt 😉
Vor- und Nachteile der Sommerzeit
Die Effekte sind meist kurzfristig, aber spürbar
vor allem bei Menschen mit sensibler innerer Uhr.
Wie kannst du dich optimal auf die Zeitumstellung vorbereiten?
Jetzt wird’s praktisch. Und ja: Du kannst deinen Körper bei der Zeitumstellung unterstützen.
1. Schlaf schrittweise anpassen (Gamechanger!)
Dein Körper liebt keine abrupten Veränderungen – schon gar nicht beim Schlaf. Wenn du ihn einfach von heute auf morgen „umstellst“, reagiert er wie ein bockiges Kind: mit Widerstand. Die gute Nachricht: Du kannst ihn sanft darauf vorbereiten.
- Jeden Tag 10–15 Minuten früher ins Bett gehen
- Morgens entsprechend früher aufstehen
- Ziel: Die fehlende Stunde langsam „einsammeln“
2. Licht gezielt nutzen – dein natürlicher Reset-Knopf
Wenn es einen Biohack gibt, der wirklich funktioniert, dann ist es Licht. (Ja, da ist es ja wieder! 😉 ) Licht ist der stärkste Taktgeber deiner inneren Uhr – stärker als jeder Wecker.Mit dem richtigen Timing kannst du deinem Körper helfen, sich schneller umzustellen.
Morgens:
- Direkt Tageslicht tanken
Abends:
- Licht reduzieren bzw. dimmen
- Bildschirme bzw. Blaulicht minimieren oder vermeiden
3. Schlafhygiene optimieren – die unterschätzte Basis
Viele unterschätzen, wie sehr kleine Gewohnheiten den Schlaf beeinflussen. Gerade rund um die Zeitumstellung entscheidet deine Abendroutine darüber, wie gut dein Körper mitmacht.
Jetzt ist der perfekte Zeitpunkt, um deine Basics zu stärken.
- 7–9 Stunden Schlaf anpeilen
- Regelmäßige Schlafzeiten
- Kein schweres Essen spät abends
- Koffein frühzeitig reduzieren
4. Montag bewusst entschleunigen
Der Montag nach der Zeitumstellung ist kein Tag für Höchstleistung. Dein Körper hinkt noch hinterher – und das ist völlig normal. Also halte dir den Tag bewusst frei oder gestalte ihn etwas lockerer:
- Keine wichtigen Frühtermine (wenn möglich)
- Mehr Zeit am Morgen einplanen
- Bewusst langsamer starten
Je mehr Druck du dir machst, desto stärker spürst du die Umstellung.
Wie kommst du gut durch die ersten Tage?
Die vielleicht wichtigste Botschaft vorweg: Dein Körper kann das!
Er ist kein starres System, sondern unglaublich anpassungsfähig. Deine innere Uhr braucht nur ein bisschen Zeit, um sich neu zu justieren – wie ein fein eingestelltes Orchester, das sich kurz neu einspielt.
Statt gegen die Umstellung zu kämpfen, kannst du deinen Körper aktiv im Alltag unterstützen.
Deine „Supertipps“ für eine schnelle Anpassung:
- Nutze Bewegung als natürlichen Rhythmus-Booster
Leichte Bewegung an der frischen Luft hilft deinem Körper, schneller in den neuen Takt zu finden. Schon ein Spaziergang wirkt wie ein sanfter Reset für dein System. - Setze auf kleine Energie-Inseln statt Durchpowern
Kurze Pausen oder Power-Naps (10–20 Minuten) können Wunder wirken. Sie geben dir Energie, ohne deinen Schlafrhythmus durcheinanderzubringen. - Struktur gibt Sicherheit
Regelmäßige Mahlzeiten und feste Routinen helfen deinem Körper, sich zu orientieren. Dein System liebt Wiederholung – gerade in Phasen der Umstellung. - Abends bewusst runterfahren
Gib deinem Körper klare Signale, dass der Tag zu Ende geht: Licht dimmen, entspannen, Tempo rausnehmen. So findet deine innere Uhr schneller zurück in ihren Rhythmus.
Warum gibt es die Zeitumstellung überhaupt noch?
Kurz gesagt: Es fehlt die Einigung in der EU.
- Die Mehrheit der Bevölkerung ist für Abschaffung
- Die Politik ist sich aber uneinig, welche Zeit für alle EU-Länder gelten soll: Sommerzeit oder Normal-/Winterzeit?
- Unterschiedlichen Zeitzonen in Europa sollen vermieden werden.
- Und was noch dazu kommt: Die Zeitumstellung hat inzwischen im Vergleich zu anderen Themen (Energiekrisen, Sicherheit, Wirtschaft) eine niedrigere Priorität auf der EU‑Agenda
Wir werden also noch etwas länger an der Uhr drehen.
Meine persönlichen Learnings
Ich sag’s ganz ehrlich: Ich liebe den Sommer – aber ich stehe der Sommerzeit sehr kritisch gegenüber. Weil sie genau das durcheinanderbringt, worauf es für Gesundheit ankommt: deinen biologischen Rhythmus
Ich sehe es immer wieder:
- Menschen schlafen schlechter
- Energie sinkt
- Stress steigt
Vor allem Jugendliche und Schichtarbeitende leiden besonders.
Was ich gelernt habe
- Gesundheit funktioniert nicht gegen deine innere Uhr – sondern nur mit ihr.
- Du bist nicht „schwach“, wenn du nach der Umstellung müde bist. Du bist einfach biologisch sinnvoll unterwegs 😉
Schlaf ist kein Luxus – sondern deine Basis
Die Zeitumstellung kommt – ob wir wollen oder nicht. Aber du hast die Wahl:
- Lässt du dich überraschen?
- Oder bereitest du deinen Körper bewusst darauf vor?
Wenn du merkst, dass dein Schlaf, deine Energie oder dein Rhythmus regelmäßig aus dem Takt geraten, dann lade ich dich herzlich zu meinem nächsten Workshop ein:
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- kannst du ganz einfach einen Coaching-Termin mit mir vereinbaren, wenn du noch tiefer in das Thema eintauchen möchtestes.
Und jetzt genieße die hellen Abende, das Licht und den kommenden Sommer 🌞, denn die nächste Umstellung kommt bestimmt 😉
Alles Liebe und beste Gesundheit,
Deine Doris Pargfrieder 💛
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